Rund 40 Kolleginnen und Kollegen folgten am gestrigen gewerkschaftlichen Aschermittwoch der Einladung der IG Metall im Filstal. Im Mittelpunkt stand ein offener und konstruktiver Austausch mit den Landtagskandidat*innen Sabrina Hartmann (SPD), Bernd Grasshof (Die Linke), Dr. Mariska Ott und Johannes Wittlinger (Bündnis 90/Die Grünen).
Mit der dialogorientierten Methode des World-Cafés konnten die Teilnehmenden direkt mit den Kandidatinnen und Kandidaten ins Gespräch kommen. An mehreren Thementischen wurde engagiert diskutiert, welche politischen Weichenstellungen notwendig sind, um die industrielle Zukunft des Filstals zu sichern und gute Arbeit zu stärken.
Zentrale Themen aus den Diskussionen
Die Kolleginnen und Kollegen brachten eine Vielzahl gewerkschaftsrelevanter Anliegen ein, unter anderem:
Industrie- und Standortpolitik
- Sicherung industrieller Arbeitsplätze im Filstal
- Herausforderungen für mittelständische Betriebe
- Unterstützung für Zukunftsbranchen
- Forderung nach klarer Industriepolitik statt reiner Marktsteuerung
Energie, Infrastruktur und Transformation
- Energiepreise senken, Planungssicherheit erhöhen
- Aufbau und Ausbau belastbarer Infrastruktur
- Stärkere Förderung von Technologien und Innovation
- Klimaschutz mit Arbeitsplatzsicherung zusammendenken
Arbeitswelt & Digitalisierung
- Digitalisierung mit Beteiligung der Beschäftigten gestalten
- Weiterbildung und Qualifizierung als Schlüssel
- Umgang mit Managementfehlern und fehlender Vision in Unternehmen
Soziale Themen
- Bürokratieabbau, um Projekte zu beschleunigen
- Sozialer Wohnungsbau im Filstal
- Gute Ganztagsbetreuung
- Attraktivität der Region für Fachkräfte sichern
Regionale Perspektiven
- Stärkung der kommunalen Ebene
- Alternative Wirtschaftsmodelle im ländlichen Raum (Gesundheit, Pflege, Tourismus)
- Buy-Europe-Ansätze und faire Wettbewerbsbedingungen
Klarer Auftrag an die Politik
Die Teilnehmenden machten deutlich, dass die Transformation nur gelingt, wenn Politik und Wirtschaft die Beschäftigten aktiv einbeziehen. Es brauche verlässliche Rahmenbedingungen, mutige Investitionen in die Industrie sowie soziale Sicherheit, damit der Wandel nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen wird.
Der gewerkschaftliche Aschermittwoch hat einmal mehr gezeigt: Die IG Metall ist eine starke Stimme im Filstal – und sie wird sich auch im kommenden Landtagswahlkampf für gute Arbeit, sichere Standorte und soziale Gerechtigkeit einsetzen.